Das Schamgefühl: ein Schutz des Körpers, seine Würde zu bewahren

Der Begriff Scham wird in der gängigen Sexualerziehung oftmals als etwas Altmodisches und Verzopftes hingestellt, als etwas, das unbedingt überwunden gehört.

Kindern das Schamgefühl „abzutrainieren“ heißt, sie einer natürlichen Grenze zu berauben. Eine Grenze ist wichtig : „bis dahin und nicht weiter“. So fühlt man sich als Kind, als Pubertierender, als junger Erwachsener sicher und kann diese persönliche Grenze bei Bedarf verteidigen. Gutes Erkennen seines eigenen Schutzraumes innerhalb dieser Grenzen stellt wiederum einen guten Schutz vor Missbrauch dar.

Wir Eltern können unser Kind darin unterstützen, indem wir sein natürliches Schamgefühl, das sich bei einem Kind jederzeit einstellen kann, respektieren.

 

Objektive Missbrauchsprävention

Wir Eltern sollten auch mit unserem Kind darüber sprechen, wo die persönliche Grenze ist, als echte Prävention vor Missbrauch. Das heißt, wir Eltern nehmen unsere Aufsichtspflicht wahr und stellen objektive Regeln auf, ab wann und wie sich unser Kind wehren sollte.

(Bei der „subjektiven Missbrauchsprävention“ die weit verbreitet ist, wird es dem Kind überlassen, sich zu wehren, „wenn es ein ungutes Gefühl bekommt“, was eine häufige Überforderung des Kindes darstellt).

 

Mehr zum Thema und ein Video auf dem Blog „Briefe an Leonie“ https://briefeanleonie.net/23-beitrag-gibt-es-die-scham-wirklich/

https://briefeanleonie.net/kapitel/23-kapitel-gibt-es-scham-ueberhaupt/