Tagespost: Wahnsinn in Wien

image_pdfimage_print

Gudrun Trausmuth in einem Kommentar in Die Tagespost am 14.10.2015

Die Plakate sind gut gemacht, sympathische Bilder in ansprechenden Farben, in ihrer Optik kinder- und jugendgerecht. Da gibt es eine Brotzeitbox, in deren Deckel ein Post-it klebt: „Lass dir die Jause gut schmecken. Hab einen schönen Tag in der Schule! Papa und Vati“. Darüber in schönster Schulschrift: „Die Eltern sind zwei Väter. Wie jetzt?“ Oder, um „die andere Seite“ zu bedienen: Offenbar im Lehrerzimmer, auf einem Globus, die Nachricht an eine Kollegin: „Valentina, deine Frau hat angerufen.“ Darüber die Erklärung: „Frau Lehrerin hat eine Frau. Wie jetzt?“ Wie bei den anderen Plakaten darunter als großes Mantra: „Das ist Vielfalt“.

Die Plakate kommen vom Verein „Ausgesprochen. LGBTI Lehrerinnen und Lehrer“, der so lesbische, schwule, bisexuelle, transsexuelle und intersexuelle Lebensformen in der Schule sichtbar machen will: mit fünf Plakatsujets und 3 500 Plakaten, die in allen 700 Wiener Schulen hängen sollen. Der in Österreich kürzlich gegen den Widerstand der Eltern von der sozialistischen Unterrichtsministerin durchgesetzte neue „Grundsatzerlass zur schulischen Sexualerziehung“, der Elternrechte im sensiblen Bereich des schulischen Aufklärungsunterrichts massiv zurückgestuft hat, lässt weitere Aktionen im Sinne des gesamtgesellschaftlich verordneten Gender-Mainstreaming erwarten: Eine perfekt vernetzte, finanzstarke Lobby nutzt nun auch im schulischen Bereich ihren privilegierten Status, um Kinder und Jugendliche mit „sexueller Vielfalt“ als Zielvorgabe zu impfen. Was in Wirklichkeit eine statistisch gesehen äußerst kleine Zahl von Menschen betrifft, wird dargestellt, als sei es eine ebenso geläufige Realität wie die klassische Familie. Die Wahrheit ist: Das buchstäblich „Außer-Ordentliche“ wird als üblich dargestellt, um die behauptete Realität erst zu generieren. Indoktrination in Reinkultur. Besonders perfide ist ein Plakatsujet, das eine Schultafel zeigt, auf der – so wird suggeriert – von zwei Jungen „Felix und Jonas 4 ever“ geschrieben wurde. Ermutigung zu einem „Coming out“ im Schulalter? Bleibt zu hoffen, dass diese Plakate in den Schubladen der Direktion bleiben – oder aber einen Sturm der Empörung seitens jener Eltern auslösen, die ihre Kinder nicht ohne Widerstand der „brave new gender-world“ überlassen wollen.

Schreibe einen Kommentar