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Neues Sex-Konzept der St. Nikolausstiftung geleakt – Jetzt stellen Eltern Fragen 

Ein Whistleblower hat das sexualpädagogische Konzept der St. Nikolausstiftung an die Familienallianz weitergeleitet. Wer das Konzept gelesen hat, wird ahnen, weshalb Eltern darüber nicht offen informiert werden. Beim Thema Sex zeigen sich der Aufsichtsrat und die Erzdiözese verschwiegen und verklemmt. Die Familienallianz setzt sich für Aufklärung und Kinderschutz ein.

Die St. Nikolausstiftung ist der größte Träger katholischer Kindergärten in Wien. Seit 2017 hat sie ein sexualpädagogisches Konzept. Nachdem Eltern und Experten wegen verstörender Inhalte Alarm geschlagen haben, wurde das Sex-Konzept in ein harmlos klingendes „Schutzkonzept“ eingebettet:

Disclaimer: Diese PDF-Dokumente beruhen auf eingescannten Kopien. Das sexualpädagogische Konzept der St. Nikolausstiftung ist nicht öffentlich einsehbar und wird auch nicht auf deren Website bereitgestellt. Eltern von eingeschriebenen Kindern erhalten Einsicht ausschließlich auf persönliche Anfrage bei der Leitung des jeweiligen Standorts. Die wenigsten Eltern wissen aber von dessen Existenz. 

Warum ist das Sex-Konzept so brisant? 9 Gründe

  1. Es behauptet, Kinder seien sexuell kompetent: Pädagoginnen sollen Kinder als von Natur aus „kompetent“ in der Wahrnehmung ihres Körpers und ihrer Sexualität betrachtet werden (S. 32).
  2. Kindern wird körperliche Selbstbestimmung zugemutet: „Kinder haben das Recht, darüber zu bestimmen, wer sie wann und wie anfasst“ (S. 32). Es gibt keine empirischen Studien, die nachweisen, dass eine subjektive Missbrauchsprävention bei Kindern wirksamen Schutz bietet. Der niederländische Tätertherapeut Ruud Bullens wies darauf hin, dass gerade in der Anbahnungsphase durch Pädophile, dem sog. Grooming, Kinder praktisch keine Chance haben, sich gegen Erwachsene abzugrenzen.
  3. Proaktive Sexualisierung: Pädagoginnen sollen einen entsprechenden Rahmen schaffen, der es Kindern ermögliche, ihre „Wünsche und Bedürfnisse“ (S. 36) zu erkunden, „die Wirkung sexualisierter und sexistischer Worte“ (S. 36) kennenzulernen und ihre persönlichen Grenzen miteinander auszuloten (S. 37–38).
  4. Körpererkundungen im Intimbereich: Das gegenseitige Berühren im Rahmen von Doktorspielen ist erlaubt, solange es einem Kind nicht ausdrücklich „unangenehm“ wird (S. 34). Bei Bedarf können sich Kinder während eines Körpererkundungsspiels auch die „Hilfe“ von Pädagoginnen holen (ebd.).
  5. Umstrittene Referenzen: Mehrfach wird die umstrittene Sexualpädagogin Christa Wanzeck-Sielert im Konzept erwähnt. Wanzeck-Sielert befürwortet frühkindliche Selbstbefriedigung und die experimentelle Erkundung von Schamgrenzen. Sie geht so weit, dass sie sexuelle Rollenspiele unter Kindern als „wichtiges Übungsfeld“ gutheißt. Inhaltlich stimmen ihre Thesen stimmen mit dem Programm der „Sexualpädagogik der Vielfalt“ ihres Ehemanns Uwe Sielert überein, der wiederum einen Hauptakteuer der pädophilen Netzwerke in Deutschland – Helmut Kentler – rezipierte.
  6. Rolle der Eltern zweitrangig: Sollte es dennoch zu übergriffigem Verhalten und körperlichen Verletzungen unter Kindern kommen, werden die Eltern nicht umgehend informiert, sondern zunächst die zuständige Leitung, Inspektoren und Psychologen. Wenn diese es für nötig erachten, können diese entscheiden, auch die Eltern zu verständigen (S. 38).
  7. Diversität statt klarer moralischer Normen: „Wir sehen Diversität als Ressource – jede Form von darauf bezogener Wertung wird abgelehnt“ (S. 7). Wie der Fall Melanie zeigt, gilt der Respekt vor Diversität nur solange Eltern mit der transkulturellen, anti-christlichen Ausrichtung der Stiftung konform gehen.
  8. „Transkulturelle Sexualerziehung“: Hinter den Schlagwörtern „Wertschätzung“, „Verständnis“ und „Respekt“ steht die Annahme, dass traditionelle kulturelle und religiöse Identitäten überflüssig geworden sind. Diese „klar abgrenzbaren Einzelkulturen“ würden sich in der heutigen Zeit zugunsten einer „Globalkultur“ auflösen (S. 35). Die Aufweichung des kindlichen Schamgefühls sowie Sex-Spiele ohne Einverständnis der Eltern dienen somit einer bestimmten ideologischen Prägung des Kindes. Diese Indoktrinierung steht im Widerspruch zum christlichen Leitbild der St. Nikolausstiftung.
  9. „Bildungs- und Erziehungspartnerschaft“: Voraussetzung für die Zusammenarbeit von Pädagoginnen und Eltern ist die Akzeptanz der transkulturellen Ausrichtung der Sexualpädagogik (S. 35). Wenn Eltern Fragen zum Konzept stellen, müssen sie mit Verweigerung von Auskunft bis hin zur Kündigung eines Betreuungsvertrags

 

Im Namen des Kinderschutzes fordert die österreichische Familienallianz von der Geschäftsführung der St. Nikolausstiftung umgehend…

  • die Autoren des sexualpädagogischen Konzepts zu nennen;
  • die ideologischen Grundannahmen offenzulegen;
  • sich von Inhalten, die der Kentler-Sielert-Schule entstammen, öffentlich zu distanzieren;
  • proaktiv sexualisierende Praktiken aus dem sogenannten Schutzkonzept zu entfernen;
  • das Elternrecht auf moralische Erziehung im Sinne der eigenen Religion bzw. Weltanschauung zu achten;
  • eine korrigierende Fortbildung für Pädagoginnen anzubieten;
  • einen unabhängigen Elternbeirat zuzulassen.

 

Weiterführende Links:

Übergriffige Sexualpädagogik in katholischen Kindergärten
https://www.sexualerziehung.at/uebergriffige-sexualpaedagogik-in-katholischen-kindergaerten-der-nikolausstiftung-in-wien/2/

Sexualpädagogisches Konzept (Leak von 2017)
https://www.sexualerziehung.at/wp-content/uploads/Entwurf-Sexualp%C3%A4dagogisches-Konzept-St.-Nikolausstitung.pdf

Kritische Stellungnahme zum Sexualpädagogischen Konzept der St. Nikolausstiftung
https://www.sexualerziehung.at/wp-content/uploads/Stellungnahme-Spaemann-St.-Nikolausstiftung-03.06.2018.pdf

Kein Entgegenkommen der St. Nikolausstiftung
https://www.sexualerziehung.at/tag/missbrauch/

Wiener Vater fordert Transparenz – Tochter verliert Platz im Kindergarten https://www.sexualerziehung.at/wiener-vater-fordert-transparenz-tochter-verliert-platz-im-kindergarten/

 

 

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