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Ist das noch Aufklärung? Oder bereits Sexualisierung? Keine Antwort ist auch eine Antwort

Ist das noch Aufklärung? Oder bereits Sexualisierung? Keine Antwort ist auch eine Antwort

Ein Wiener Kindergarten, ein Buch mit expliziten Darstellungen und eine Geschäftsführerin, die auf Elternfragen nicht reagieren will. Wie die Suche nach einem Kindergarten zu einer Grundsatzdebatte führte: Wer bestimmt, was Kinder im Kindergarten zu sehen bekommen? Und was genau bedeutet in diesem Zusammenhang „LGBTQ+-freundlich“?

Aufklärung auf Augenhöhe?

Es begann mit einem ganz normalen Elternbesuch an einem kühlen Vormittag im November 2025. Im KIBIZ (Kinderbildungszentrum), einem privaten Kindergarten im 18. Wiener Gemeindebezirk mit Öko-Schwerpunkt, entdeckte eine junge Mutter auf Augenhöhe ihres Kindes Das MamaPapaBabyBuch. Das Aufklärungsbuch mit extra großen Bildern wurde von Angela Reinders und Antonia Nork verfasst und erschien 2002 im Pattloch-Verlag.

Was die Mutter beim Durchblättern vorfand, ließ sie nicht los: Das Buch enthält eine explizite Darstellung des Geschlechtsverkehrs zwischen Erwachsenen (siehe oben) sowie eine Beschreibung des Orgasmus: „…, wenn Mama und Papa ganz nah zusammen schmusen. Es ist so, als fände der eine beim anderen genau das Teil, das ihm gefehlt hat. Das macht Mama und Papa sehr glücklich. Mamas Körper und Papas Körper passen gut zusammen.“

Sexualität wird dabei auf emotionale Chemie und körperliche Mechanik reduziert: „So wie deine Duplosteine ineinander passen, so passen ihre Körper gut ineinander.“ Ein ethischer oder beziehungspädagogischer Rahmen fehlt.

Die Mutter kam zu dem Schluss, dass das Buch weit über altersgerechte Aufklärung hinausgeht und angesichts seiner Platzierung und Zielgruppe als Anleitung zu sexuellen Handlungen aufgefasst werden kann.

Elternanfrage zu Sexualpädagogik ignoriert

Also beschloss die Mutter, die Geschäftsführerin des KIBIZ, Dr. Veronika Michitsch, anzurufen. Diese signalisierte zunächst Verständnis und versicherte der Mutter, dass die problematischen Seiten abgeklebt werden würden. Die Mutter meldete ihr Kind daraufhin beim KIBIZ an — und musste zu ihrer Verwunderung feststellen, dass das Buch ein Monat später unverändert im Regal stand.

Hinzu kamen weitere Beobachtungen: Der Kindergarten präsentierte sich auf Google Maps plötzlich als „LGBTQ+-freundlich“. Doch auf konkrete Fragen zur sexualpädagogischen Ausrichtung der Einrichtung erhielt die Mutter keine Antworten. Dr. Michitsch war mehrere Wochen weder telefonisch noch schriftlich erreichbar.

Im Februar 2026 meldete die Mutter ihr Kind wieder ab. Eine offene und vertrauensvolle Bildungspartnerschaft war aus ihrer Sicht nicht gegeben.

Was die Mutter beschäftigt, sind keine ästhetischen Feinheiten oder abstrakten Debatten. Es geht um ganz konkrete Fragen, die die sexuelle Integrität eines Kindes betreffen: Werden Eltern informiert, bevor sexualpädagogische Themen im Kindergarten besprochen werden? Wie schützt das Personal Kinder vor Übergriffen — auch unter Kindern selbst? Und wie tolerant ist eine Einrichtung gegenüber Familien, die ein klassisches Verständnis von Ehe und Familie vertreten und die im Thema Sexualität mehr sehen als eine Form von Unterhaltung?

Vertrauen ist gut, Transparenz ist besser

Dass diese Fragen unbeantwortet blieben, ist das eigentliche Problem. Nicht jede Meinungsverschiedenheit über pädagogische Methoden muss zum Konflikt ausarten. Aber Transparenz und Gesprächsbereitschaft sind das Mindeste, was Eltern von einer Einrichtung erwarten dürfen, der sie ihr Kind anvertrauen sollen. Wer Fragen stellt und Schweigen erntet, hat das Recht, seine Konsequenzen zu ziehen.

Diese Mutter hat es getan. Sie hat für ihr Kind schließlich eine Tagesmutter gefunden. Diese plant ihr Bildungs- und Leseprogramm in gemeinsamer Absprache mit den Eltern. Transparenz und Toleranz fördert Vertrauen.

 

Die meist befahrendste Autobahn – verstörender Elternabend

Die meist befahrendste Autobahn – verstörender Elternabend

In einer Volksschule in Oberösterreich gab es im letzten Schuljahr einen Elternabend für alle vierten Klassen. Es ging um einen anstehenden Workshop des ISP Wien (Institut für Sexualpädagogik). Extra dafür gekommen war die Leiterin der Workshops des ISP, Mag. Heidemarie König. Eine Mutter ging zum Büchertisch, der für die Kinder eine Woche vor und nach dem anstehenden Workshop zur Verfügung stehen sollten. Sie nahm das Buch „Lina die Entdeckerin“ in die Hand. Sie schlug es auf und war schockiert: auf einer Seite war die weibliche Scheide als Campingplatz dargestellt. Ein kleines Mädchen briet darauf über einem Feuer etwas in einer Pfanne.

Die Mutter fragte in die Runde warum solche Bücher den Kindern zur Verfügung gestellt werden? Die Antwort der Referentin war, dass das Buch für Kinder ab 5 Jahren freigestellt sei und  man „die Vagina positiv assoziieren wolle“.  Man könnte Kindern doch nicht sagen „dass die Vagina die meist befahrene Autobahn ist“!

Mit dieser Aussage ist wohl alles klar. So abwertend und würdelos wird über Sexualität und vor allem über Frauen gesprochen!  Die Mutter war total verstört. Die anderen Bücher am Tisch waren nicht besser. „Alle Bücher seien von der Abteilungsleiterin der Schulpsychologie geprüft und für unbedenklich befunden worden“ beeilte man sich noch den anwesenden Eltern zu sagen.

Liebe Eltern hier noch unser Tipp: Lassen Sie sich immer die Bücher zeigen, die Ihre Kinder zu sehen bekommen und blättern Sie diese durch. Unsere Kinder haben die Vermittlung einer schönen Sexualität verdient, aber nicht diese verniedlichende und im Grunde ins Lächerliche gezogene Darstellung wie in diesen „Aufklärungs“büchern.

 

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